Bei den Olympischen Spielen in Paris ging es für das deutsche Spring-Team um eine Medaille - am Ende wurde es Platz fünf im Springstadion vor dem Schloss Versailles. Christian Kukuk (Riesenbeck) und Checker, Richard Vogel (Pfungstadt) und United Touch S sowie Philipp Weishaupt (Riesenbeck) und Zineday kamen am Ende auf acht Strafpunkte. Lediglich Schlussreiter Weishaupt war fehlerfrei geblieben, bei Kukuk und Vogel fiel jeweils eine Stange. Gold ging an Großbritannien, Silber an die USA . Großen Jubel löste die Bronzemedaille für Frankreich unter den 16.000 Zuschauern im Stadion aus.
„Im Moment überwiegt die Enttäuschung, weil wir uns gut vorbereitet hatten. Wir haben ja den Dreien, die hier geritten sind, gestern und heute in der Vorbereitung, aber schon in den letzten Wochen freie Hand gegeben, dass sich jeder individuell vorbereiten konnte. Das war die richtige Entscheidung, das hat sich gestern und heute gezeigt. Wir haben sechs super Runden gesehen, aber wir hatten heute leider zwei Fehler zu viel, wobei da kann man technisch keinen Vorwurf machen, sie haben alle top geritten, das war ein richtig schwerer Parcours. Das waren wirklich zwei Flüchtigkeitsfehler und das macht es so bitter. Aber die anderen waren einfach besser und da müssen wir auch gratulieren", so das Fazit von Bundestrainer Otto Becker.
Die Länge des Parcours betrug 525 Meter, die erlaubte Zeit 79 Sekunden. Diese knappe Zeit bereitete etlichen Reitern Probleme. Es ging über 14 toll gestaltete Hindernisse, die französische Themen aufgriffen - so war zum Beispiel Hindernis sieben wie der untere Teil des Eifelturms gestaltet oder Hindernis acht eine Mauer mit Notre-Dame-Motiv. Es gab dieses Mal gleich zwei zweifache Kombinationen und eine dreifache. Hindernis zwölf war eine gewaltige Tripplebarre, die 1,58 Meter hoch und 1,95 Meter breit ist.